Die Sozialdienste und die IV optimieren ihre Zusammenarbeit

Medienmitteilung vom 13. Februar 2014

 

Bei Menschen mit sozialen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist die Arbeitsunfähigkeit oft auf unterschiedliche Ursachen zurückzuführen. Deshalb ist nicht immer klar, welche Institution für die Erbringung von Leistungen zuständig ist. Die Gefahr besteht, dass die Betroffenen hin und her geschoben werden. Das Ziel der Interinstitutionellen Zusammenarbeit IIZ ist es, die Wieder­ein­gliederung von Personen mit Mehrfachproblematiken voranzutreiben und die Koordination zwischen den Sozialen Diensten, der Arbeitslosen- und der Invalidenversicherung zu erleichtern. Die IV-Stelle Kanton Bern und die Berner Konferenz für Sozialhilfe, Erwachsenen- und Kindesschutz BKSE haben nun eine Wegleitung für die Zusammenarbeit erarbeitet.


Die Gründe, weshalb jemand arbeitslos ist, sind unterschiedlich und zunehmend komplex. Oft ist nicht von Anfang an klar, welche Institution für Personen mit Mehrfachproblematiken zuständig ist. Damit die Betroffe­nen nicht von einer Institution in die andere geschoben werden, wird im Rahmen der Interinsti­tutionellen Zusammenarbeit IIZ ein einheitliches Vorgehen für alle Beteiligten vereinbart. Wie an einer Weiterbildung im November 2013, an der Mitarbeitende von Sozialdiensten und der IV-Stelle Kanton Bern teilnahmen, fest­gestellt wurde, liegt die Schwierigkeit in der Umsetzung im Alltag. Zwischen Theorie und Praxis klafft oft eine Lücke: Die organisations­über­greifende Zu­sammenarbeit ist nicht immer einfach und verlangt von den Beteiligten viel Fachwissen und die Bereitschaft, im Verbund zu arbeiten.

Die IV-Stelle Kanton Bern und die BKSE wollen die Zusammenarbeit nun standardisieren und haben dazu Guidelines erarbeitet. Darin ist festgehalten, wer welche Informationen erhält, wer die Ansprech­personen sind und von wem die versicher­ten Personen über das Vorgehen und einen allfälligen Datenaus­tausch oder eine Akteneinsicht informiert werden. Einmal jährlich treffen sich Fachpersonen der Sozial­dienste und der IV-Stelle zu einem Erfahrungs­austausch. Diese Gespräche dienen dazu, die Einhaltung der definierten Standards zu überprüfen sowie notwendige Anpassungen vorzunehmen.

Die Verantwortlichen bei der Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz und der IV-Stelle Kanton Bern sind überzeugt, dass mit diesen klaren Regelungen die Ziele der Interinstitutionelle Zusammenarbeit IIZ noch besser umgesetzt werden können: Für die betroffenen Personen soll unabhängig davon, welche Organisation involviert ist, die bestmögliche Lösung gefunden werden, damit der Eintritt in den Arbeitsmarkt so rasch als möglich gelingt.

 

Kontakt:

IV-Stelle Kanton Bern, Doris Aebi, Leiterin Kommunikation
Tel. 058 219 75 63, doris.aebi@ivbe.ch


Berner Konferenz für Sozialhilfe, Erwachsenen- und Kindesschutz BKSE
Herr Thomas Eggler, Leiter Sozialdienst Region Trachselwald
Tel. 062 959 80 40, t.eggler@sozialdienst-rt.ch

 

Link: Guidelines zur Zusammenarbeit Sozialdienste und IV-Stelle Kanton Bern