Ärztin/Arzt beim RAD

Regionaler Ärztlicher Dienst BE - FR - SO

Die Tätigkeit im RAD – eine spannende, vielseitige und bedeutende Aufgabe!

  • Als RAD-Ärztin oder als RAD-Arzt haben Sie Einblick in die verschiedensten menschlichen Schicksale und Kontakt mit verschiedenen Kulturen.

 

  • Die Arbeit ist vielseitig und sie können sich mit unterschiedlichen Fragestellungen und Fachrich-tungen auseinandersetzen: Sie haben Kontakt mit Versicherungs- und Eingliederungsfachpersonen, Juristinnen und Juristen und sind dadurch mit vielen sozialen und juristischen Sachverhalten konfrontiert.

 

  • Im Rahmen von eigenen Untersuchungen oder in Zusammenarbeit mit den Eingliederungs­fach-personen haben Sie direkten Kontakt mit den versicherten Personen. Sie tragen dazu bei, vorhandene Ressourcen von Versicherten zu entdecken und konstruktive Lösungen für die Zukunft zu finden.

 

  • Aus den vorhandenen Unterlagen und eventuell eigener Befunderhebung setzen Sie ein Puzzle zusammen, das eine faire Beurteilung der versicherten Person ermöglicht. Sie arbeiten dabei weitgehend selbständig und übernehmen damit eine grosse Verantwortung.

 

  • Eine Reihe von Fachärztinnen und -ärzten steht Ihnen bei Bedarf zur Seite (RAD interne Kolleginnen und Kollegen, Konsiliar­ärztinnen oder -ärzte, Gutachterinnen und Gutachter).

 

  • Durch eine korrekte Beurteilung verhelfen Sie Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zur Existenz­sicherung (oder verhindern im umgekehrten Fall nicht geschuldete Leistungen).

 

  • In begründeten (!) Verdachtsfällen können Sie „detektivischen Spürsinn“ entwickeln.

 

  • Sie erhalten grosszügig Zeit für fachspezifische und versicherungsmedizinische Fort­bildungen.

 

  • Eine Weiterführung der beruflichen Tätigkeit über das ordentliche Pensionsalter ist möglich.

 

  • Und „last but not least“ auch wenn während der (flexiblen) Arbeitszeit ein voller Einsatz verlangt ist, so sind Sie dennoch befreit von Notfalldiensten, Nacht- und Sonntagseinsätzen!

 

Interview mit einer Psychiaterin RAD

 

Arbeitsweise des Regionalen Ärztlichen Dienstes RAD

Der Regionale Ärztliche Dienst prüft die versicherungsmedizinischen Voraussetzungen zum Bezug von Leistungen der IV (Eingliederungsmassnahmen, Rente). Grundlagen für die Beurteilung eines Gesundheitszustandes sind die Arztberichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzten und allenfalls vorliegende Berichte von Spitälern und Spezialisten. Hilfreich können auch Berichte der Arbeitgebenden sein. Der RAD-Ärztinnen oder die RAD-Ärzte entscheidet, ob die vorhan­denen Unterlagen eine fundierte Beurteilung des Gesundheitsschadens zulassen oder ob weitergehende Abklärungen notwendig sind (eigene Untersuchung, zusätzliches Labor, Röntgen, Rückfragen bei der behandelnden Ärztin/beim behandelnden Arzt, Konsilium, Gutachten).

 

Herausforderungen für die RAD-Ärztin / den RAD-Arzt

Eine RAD-Ärztin oder ein RAD-Arzt sollte idealerweise über ein breites Fachwissen, eine langjährige klinische Erfahrung und versicherungsjuristische Kenntnisse verfügen. Sie oder er trägt Verantwortung gegenüber dem Versicherten, aber auch gegenüber der Allgemeinheit. Die Ärztin oder der Arzt muss ab­grenzen können zwischen einer objektivierbaren Krankheit gemäss ICD-10 und Schwierigkeiten einer versicherten Person im Rahmen der gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit (Leistungsdenken, Wirt­schaft­lichkeit eines Unternehmens, Verminderung familiärer und sozialer Netzwerke etc). In diesem Kontext kommt der Zusammenarbeit zwischen der RAD-Ärztin/dem RAD-Arzt und den Arbeitgebenden, aber auch den behandelnden Ärztinnen und Ärzten hohe Bedeutung zu. Durch das Erkennen von Fähigkeiten und Möglichkeiten einer versicherten Person trägt sie oder er bei zur Weiterentwicklung einer Invalidenversicherung, die die Menschen in ihrer Entwicklung stärkt und ein neues Verständnis von Gesundheit zum zentralen Thema macht.

 

Organisation des Regionalen Ärztlichen Dienstes

Im RAD BE – FR – SO arbeiten rund 50 Ärztinnen und Ärzte und ein Neuropsychologe  im Voll- oder Teil­zeitpensum. Sie sind in 5 Teams aufgeteilt (3 Teams in Bern und je 1 Team in Fribourg und Solothurn).  Vertreten sind folgende Fachrichtungen: Allgemeine Medizin, Allgemeinchirurgie, Arbeitsmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Neuropsychologie, Orthopädie, Pädiatrie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie.