Mitwirkungspflicht und Schadenminderung

Die versicherte Person ist zur Auskunftserteilung und Mitwirkung verpflichtet. Sie hat sich allen angeordneten zumutbaren Abklärungs- und Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen und aktiv zum Erfolg der Eingliederung beizutragen. Die versicherte Person unterliegt zudem der Schadenminderungspflicht (Selbsteingliederungspflicht). Sie hat aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit bzw. der Ausübung der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich vorzukehren.

Sie muss insbesondere:

  • jede Möglichkeit wahrnehmen, um eine ihrer Invalidität angepasste zumutbare Erwerbstätigkeit zu finden, anzunehmen oder behalten zu können;
  • in ihrer Erwerbstätigkeit oder in ihrem Aufgabenbereich mögliche und zumutbare Umstellungen vornehmen, damit die verbliebene Arbeitsfähigkeit bestmöglich ausgenützt wird;
  • sich einer zumutbaren medizinischen Heilbehandlung unterziehen, sofern diese geeignet ist, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern.

Kommt die versicherte Person diesen Verpflichtungen nicht nach, wird ihr eine angemessene Bedenkfrist gesetzt. Befolgt sie die Aufforderung nicht fristgemäss, kann die IV-Stelle je nach Situation aufgrund der Akten entscheiden, oder sogar Leistungen verweigern oder einstellen.