Invalidität

Bei Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall entstehen gesundheitliche Beeinträchtigungen. Wenn diese Beeinträchtigungen zu einer voraussichtlich bleibenden oder länger dauernden Erwerbsunfähigkeit führen, spricht man von Invalidität. Der Gesundheitsschaden kann hierbei körperlicher, psychischer oder geistiger Natur sein. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt aber nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Bemessung der Invalidität

Bei Erwerbstätigen bemisst die IV-Stelle den Invaliditätsgrad mit einem Einkommensvergleich. Sie ermittelt dabei zuerst das Erwerbseinkommen, das ohne den Gesundheitsschaden erzielt werden könnte. Davon zieht sie das Erwerbseinkommen ab, das nach dem Gesundheitsschaden und nach der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen bei einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auf zumutbare Weise erreicht werden könnte. Daraus ergibt sich ein Fehlbetrag: die Erwerbseinbusse als Folge der Invalidität. Drückt man diesen in Prozenten aus, erhält man den Invaliditätsgrad.

Beispiel:

Bei Nichterwerbstätigen (beispielsweise im Haushalt tätige Personen, Ordensangehörige, Studierende) wird darauf abgestellt, in welchem Ausmass sie in ihrem gewöhnlichen Arbeitsbereich behindert sind.