Medizinische Massnahmen

Die Behandlung von Gesundheitsschädigungen infolge Krankheit oder Unfall gehört grundsätzlich in den Aufgabenbereich der Kranken- und Unfallversicherung, allenfalls der Militärversicherung. Die IV beschränkt sich auf die Kostenübernahme von medizinischen Massnahmen bis zum vollendeten 20. Altersjahr, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich gerichtet sind, sondern unmittelbar wegen der beruflichen Eingliederung notwendig werden und eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erwarten lassen. 

 

In diesem Rahmen kann die IV die Kosten übernehmen für die ärztliche Behandlung (ambulant oder in der allgemeinen Abteilung eines Spitals), die Behandlung durch medizinische Hilfspersonen (Physiotherapeuten usw.) und für anerkannte Arzneimittel.

 

Für Versicherte vor dem vollendeten 20. Altersjahr mit einem Geburtsgebrechen besteht eine besondere Regelung. Die IV übernimmt alle zur Behandlung des Geburtsgebrechens notwendigen medizinischen Massnahmen, und zwar ohne Rücksicht auf die künftige Erwerbsfähigkeit. Die als Geburtsgebrechen anerkannten Leiden, für die ein Anspruch auf IV-Leistungen besteht, sind in einer Liste aufgeführt, die vom Bundesrat aufgestellt wird.