Integrationsmassnahmen

Integrationsmassnahmen dienen der Vorbereitung auf berufliche Massnahmen, indem sie die Belastbarkeit der versicherten Person trainieren. Sie kommen insbesondere bei psychisch bedingter Arbeitsunfähigkeit zur Anwendung. Die versicherte Person kann sich mit Hilfe von Integrationsmassnahmen langsam wieder an den Arbeitsprozess gewöhnen, ihre Arbeitsmotivation fördern, die Persönlichkeit stabilisieren und soziale Grundfähigkeiten einüben. Auch möglich sind Beschäftigungsmassnahmen zur Zeitüberbrückung, damit sich gesundheitliche Probleme nicht chronifizieren.

 

Die Durchführung von Integrationsmassnahmen erfolgt in einer EingIiederungsinstitution oder wirtschaftsnah in einem Unternehmen. Im zweiten Fall werden die versicherte Person und der Arbeitgebende professionell durch eine Fachperson der IV-Stelle betreut und begleitet. Der Arbeitgebende erhält einen finanziellen Beitrag von maximal 100 Franken pro Tag.

Anspruch auf Integrationsmassnahmen haben versicherte Personen, die während sechs Monaten in ihrer Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz eingeschränkt waren. Die versicherte Person sollte in der Lage sein, eine Präsenzzeit von mindestens zwei Stunden täglich während mindestens vier Tagen pro Woche am Arbeitsplatz zu absolvieren.